Elterntraining
Dies sind die geläufigen Reaktionen vieler Menschen, wenn Sie ein Elterntraining angeboten bekommen oder hören, dass Bekannte ein Elterntraining besuchen.
Diese negative Sichtweise zeigt, dass unsere Gesellschaft ein falsches Bild vom Sinn und Zweck eines Elterntrainings hat.
Elterntraining
- vermittelt zusätzliche Methoden der Erziehung, ohne die bisher angewendeten abzuwerten oder gar zu verurteilen, denn alle Eltern wollen das Beste für ihre Kinder;
- erklärt die Verhaltensweisen und die Entwicklung der Kinder, so dass die Eltern ein besseres Verständnis für das Fehlverhalten ihrer Kinder haben;
- ermutigt die Eltern und Kinder;
- stärkt die Partnerschaft;
- schafft Austauschmöglichkeiten mit anderen Eltern, so dass man sich nicht so allein fühlt;
- regt zu einer respektvollen Kommunikation an, nicht nur mit Kindern sondern auch mit Erwachsenen;
- lässt Fehler zu, denn die gehören zum Leben und zum Lernen dazu;
- reduziert den Stress in der Familie.
Was können Eltern bei einem STEP Elterntraining lernen?
- Das Verhalten der Kinder aus einer neuen Perspektive zu verstehen und bewusst ihre Reaktion und Haltung zu ändern.
- Ihre Kinder durch Ermutigung zu motivieren, ihre Stärken zu fördern ohne Druck auszuüben und ihre Bemühungen anzuerkennen.
- Den Kindern zuzuhören, so dass sie mit ihnen reden, und so mit den Kindern zu sprechen, dass sie ihnen zuhören.
- Ihre Kinder zu unterstützen, selbstständig oder mit ihrer Hilfe Probleme zu lösen.
- Ihre Kinder für ein kooperatives, respektvolles Miteinander zu gewinnen.
- Disziplin sinnvoll auszuüben, Grenzen zu setzen und die Kinder innerhalb dieser Grenzen entscheiden zu lassen.
- Konsequenzen folgen zu lassen und dabei freundlich und bestimmt zu sein und zu bleiben – und so zu Selbstdisziplin zu erziehen.
Dies zeigt deutlich, dass das Elterntraining ein interessantes Angebot ist, von dem jeder profitieren kann, dem das Wohl seiner Kinder am Herzen liegt. Natürlich kann es auch von Nutzen sein, ein Elterntraining besucht zu haben, wenn schwerwiegende erzieherische Probleme auftreten. Sollten diese alleine mit einem Elterntraining nicht zu beheben sein, kann man in einem weiteren Schritt ein Elterncoaching besuchen, das gezielt auf diese Probleme der Eltern eingeht.
Welches sind die Unterschiede zwischen Elterntraining und Elterncoaching?
- Elterntraining findet in einer Gruppe statt, bei der jeder von den Erziehungserfahrungen der anderen profitiert, beim Elterncoaching ist die Betreuung individuell.
- Im Elterntraining werden Erziehungsfertigkeiten sowie eine liebevolle und konsequente Haltung vermittelt, die Eltern bei individuellen Herausforderungen im Alltag anwenden können, während beim Elterncoaching ein gravierendes Problem (von vielen) besprochen wird.
- Beim Elterntraining sind sich die Eltern ihrer Elternrolle bewusst, beim Elterncoaching müssen sie wieder in ihre Elternrolle eingesetzt werden.
- Elterntraining ist ein kontinuierlicher Weg mit Höhen und Tiefen, Elterncoaching ist ein schwieriger Aufstieg aus einer scheinbar aussichtslosen Situation.
- Beim Elterntraining genügt eine lockere Begleitung durch den Trainer, beim Elterncoaching braucht man eine sehr enge Begleitung.
- Elterntraining kann eine Prävention sein, um Erziehungsprobleme nicht eskalieren zu lassen, Elterncoaching ist eine Art Therapie in Form von Begleitung bei schwerwiegenden Erziehungsproblemen.
- Der freundliche und bestimmte Erziehungsstil, der im Elterntraining vermittelt wird, ist eine Hilfe fürs Elterncoaching, da man diesen sonst mühsam erlernen müsste.
Weitere Informationen erhalten Sie unter rothrene@gmx.net
Dieses Projekt ist möglich dank der Unterstützung der König-Baudouin-Stiftung im Rahmen des Projektes "Mit neuem Horizont zurück"

